Schieneninstandsetzung


Fräsen und Schleifen in einem Zug

Hohe Belastungen von Bahnstrecken führen zum Verschleiß des Gleiskörpers durch Riffelbildung, Rollkontaktermüdung und Deformation des Schienenkopfes. Diese Oberflächenfehler beseitigt unser Schienenfräszug  SF03-FFS im laufenden Betrieb: ohne Unterbrechung des Zugverkehrs, ohne Demontage von Schienen.

Verschleißprozesse bei Gleisen beeinträchtigen den Fahrkomfort und verursachen hohe Geräuschemissionen. Um den aufwändigen Austausch der Schienen zu vermeiden und den Fahrkomfort dauerhaft zu gewährleisten, sollten Schienen regelmäßig und vorbeugend durch Fräsen und  Schleifen korrigiert werden. Um die Betriebskosten und die Störungen des Bahnverkehrs durch diese Arbeiten gering halten zu können, haben Spezialisten den hochmodernen Schienenfräszug SF03-FFS entwickelt.

Nur ein Arbeitsgang

Unsere hocheffiziente Maschine ist je Schiene mit zwei Frässtationen und einer Umfangsschleifstation ausgestattet, die über eine integrierte Werkzeugsteuerung präzise betrieben werden. Hierbei können je nach vorliegenden Schädigungen von der Fahrfläche bis zu 2 mm und an der Fahrkante bis zu 5 mm in einem Arbeitsgang abgefräst werden. Abschließend  werden die Ergebnisse mit dem integrierten Messsystem für Längs- und Querprofil  und dem integrierten Wirbelstromprüfgerät zur Prüfung der Schienen auf Restfehler aufgezeichnet.

Die Schienenfräse kann sowohl leichte  Profilabweichungen am Schienenkopf korrigieren als auch vollständige Reprofilierungen durchführen. Die Oberfläche der Schiene verbessert sich und ihre Lebensdauer verlängert sich um bis zu 300 %.


Grenzenlos einsetzbar

Das Absaugen der Bearbeitungsrückstände erfolgt in zwei separaten Behältern innerhalb der Maschine. Der Fräsgutbunker kann im Betrieb in einem separaten mitgeführten Container geleert werden, um die Leistungskapazität zu steigern. Im zweiten Behälter werden die abgesaugten Feinstäbe vom Umfangsschleifen gesammelt und im Depot getrennt zu den aufgefangenen Metallspänen fachgerecht entsorgt.

Unser Zug ist mit einer Rußpartikelfilteranlage ausgestattet und erfüllt bereits die Normen der Deutschen Bahn, die im Programm der DB 2020 festgeschrieben sind.


Spezifikationen

  • Bearbeitungstiefe Fahrfläche in einer Überfahrt: bis 2,0 mm
  • Bearbeitungstiefe Fahrkante: bis 5 mm
  • Längsprofilgenauigkeit: 0,01 mm
  • Oberflächenrauigkeit: Ra < 10 µm
  • Arbeitsgeschwindigkeit: 13 m/min
  • Akustische Verbesserung: bis 3 dB
  • Kein Ausbau von Schaltmitteln und BÜ-Anlagen

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