Energiesparen in der Metallverarbeitung: 3 hilfreiche Tipps für mehr Kostenersparnis

Energiesparen im Metallverarbeitungsbetrieb: 3 einfache Tipps für weniger Kosten

Energiesparen und steigende Energiekosten sind Themen, die alle betreffen. Gerade in metallverarbeitenden Unternehmen treiben energieintensive Fertigungsprozesse die Kosten in die Höhe. Doch mithilfe geschickter Einsparungsmaßnahmen haben Sie die Chance, die Energieeffizienz Ihres Unternehmens entscheidend zu verbessern. Sie wollen mehr dazu erfahren?

Zum Auftakt unserer Artikelreihe zum Thema „Energiesparen“ geben wir Ihnen 3 hilfreiche Tipps, wie Ihr metallverarbeitendes Unternehmen zukünftig energieeffizienter produzieren kann. Werfen Sie regelmäßig einen Blick auf die Artikel von „Das bewegt.“, um über alles Wissenswerte für bessere Energieeffizienz und höhere Nachhaltigkeit innerhalb der Stahl- und Metallindustrie im Bilde zu sein.

Steigerung der Energieeffizienz: So profitiert Ihr Unternehmen   

Der wohl naheliegendste Vorteil der Steigerung der Energieeffizienz ist die Einsparung vermeidbarer Betriebskosten in besonders energieaufwendigen Produktions- und Fertigungsprozessen ohne Verlust von Produktqualität: Je geringer der Energieverbrauch, desto geringer fällt Ihre Strom- oder Gasrechnung aus. 

Durch die geringeren Energiekosten sichert sich Ihr Metallbetrieb aber auch einen Wettbewerbsvorteil in Krisenzeiten und baut eine höhere Resilienz auf. Beispielsweise können Sie mit energieeffizienten Prozessen die gegenwärtige Rohstoffknappheit besser bewältigen. Auch steigert Energieeffizienz die Nachhaltigkeit – ein weiterer Wettbewerbsvorteil für Ihr metallverarbeitendes Unternehmen, da immer mehr Kunden auf nachhaltige Lieferketten achten.

Energieeinsparung im Fertigungsbereich: 3 Tipps für Ihren Metallbetrieb

Um sich diese Vorteile zu sichern, möchten Sie effektives Energiemanagement in Ihrem metallverarbeitenden Betrieb realisieren? Dann lohnt sich ein Blick auf die jeweiligen Potenziale der Energieeinsparung im Fertigungsbereich:    

Tipp 1: Energiebedarf von Maschinen und Anlagen prüfen    

Den ersten Schritt zum wirkungsvollen Energiesparen im Betrieb stellt die Ermittlung des Energiebedarfs von Drehmaschinen, Schleifmaschinen oder Schweißanlagen dar. Eine solche Bedarfsermittlung hilft Ihnen dabei zu bestimmen, ob oder unter welchen Bedingungen sich die Neuanschaffung eines energieeffizienteren Gerätes für Ihren Betrieb lohnt. Achten Sie beispielsweise darauf, welche Maschinen und Anlagen besonders große „Energiefresser“ sind, um diese gezielt zu ersetzen. Zwar geht der Erwerb von neuen, energieeffizienteren Maschinen mit Investitionskosten einher, auf lange Sicht rechnet sich für Sie allerdings die Anschaffung, da Sie dadurch Ihre Ausgaben für Energie konstant senken können.

Die Ermittlung des Energiebedarfs zeigt Ihnen außerdem, wann Wartungen notwendig sind. Regelmäßige Wartungen sowie die Nutzung der Abwärme sind weitere Hebel, um in diesem Bereich effektiv Energie zu sparen.

Tipp 2: Effektive Gebäudedämmung und Heizungsmaßnahmen 

Auch die Beheizung großer Werkshallen ist mit einem hohen Energie- und Kostenverbrauch verbunden. Das Einsparpotenzial liegt hier bei 20 % – und so können Sie es ausschöpfen:  

  • Ersatz veralteter Heizungsanlagen und schlecht isolierter Kessel durch neuere  

  • Wärmeverteilungsleitungen eindämmen   

  • Heizungsanlagen regelmäßig warten

  • Einzelne Heizkreisläufe getrennt schalten und regeln   

Auch aufgrund einer unzureichenden Isolierung großflächiger Produktionsgebäude fallen für Ihr metallverarbeitendes Unternehmen vermeidbare Betriebskosten an, die durch folgende Handlungsschritte leicht zu umgehen sind: 

  • Wirkungsvolle Gebäudedämmung sowie Nutzung von Schnelllauftoren und Sperrluftschleusen  

  • Austausch alter, undichter Fenster und Türen     

Tipp 3: Moderne Beleuchtungssysteme    

Ein noch größeres Einsparpotenzial als das effiziente Heizen und die Dämmung von Fertigungshallen bietet sich im Hinblick auf die Beleuchtung. Hier liegt das Einsparpotenzial bei ganzen 40 Prozent. Nutzen Sie dieses aus, indem Sie moderne Leuchtmittel mit hoher Wirkungsleistung in Ihrem Metallbetrieb einsetzen, wie beispielsweise LED-Systeme. 

LED-Installationen sind nicht neu, aber wir merken den positiven Effekt sowohl energietechnisch als auch bei Arbeitssicherheit und Arbeitskomfort. Kombiniert mit weiteren smarten Lösungen kann man den Verbrauch sogar halbieren.

Robin Pedroza
Senior Program Manager im Bereich Nachhaltigkeit bei thyssenkrupp Schulte

Energieeinsparung bei thyssenkrupp Schulte


Auch wir arbeiten daran, unsere Energienutzung effizienter zu gestalten. Zum Beispiel durch die Umstellung konventioneller Leuchtmittel auf LEDs. Dies ermöglicht es nicht nur die Energiekosten für unsere Beleuchtungen um teilweise mehr als 50% zu reduzieren, sondern sorgt auch für eine angenehme Lichtatmosphäre für unsere Mitarbeiter:innen.

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Fazit: Eine effiziente Energienutzung spart Kosten und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit 

Effektive Energieeffizienzmaßnahmen stellen grundsätzlich erst einmal eine Investition für Ihr metallverarbeitendes Unternehmen dar. Auf lange Sicht zahlt sich diese jedoch durch die Senkung von Energiekosten, die Sicherung von Wettbewerbsvorteilen und den Aufbau einer stärkeren Resilienz aus.  

Das Wichtigste zum Thema nochmal für Sie auf einen Blick:

  • Energiebedarfsermittlungen von Maschinen und Anlagen helfen Ihnen festzustellen, wo sich die Anschaffung energieeffizienterer Alternativen lohnt.

  • Effektive Gebäudedämmung sowie der Ersatz veralteter Heizungsanlagen steigern die Energieeffizienz in Ihrem Metallbetrieb. 

  • Die Nutzung moderner Leuchtmittel bietet enorme Energiesparpotenziale für Ihr metallverarbeitendes Unternehmen. 

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